Ich belle, weil dies Teil meiner Sprache ist. Und genau wie du mit deinen Worten, drücke ich damit meine Bedürfnisse und Gefühle aus. Willst du mir das wirklich verbieten?
ICH BELLE, WEIL ES MEINE SPRACHE IST
Du jedoch verstehst mich nicht und suchst nach Tipps wie du das ändern kannst. Und du wirst auch schnell fündig.

Da gibt es die netten Vorschläge, die Alternativen empfehlen, das Bellen durch gutes Management verhindern wollen oder auf Gegenkonditionierung setzen. Aber genauso viele Tipps enthalten auch negative Einwirkungen und Strafen wie Einschüchterung, Wasserflasche und Co.
Mit all diesen Tipps, egal ob positiv oder aversiv ist aber nur die Frage nach dem WIE beantwortet.
Viel wichtiger ist jedoch die Frage nach dem WARUM. Denn nur wenn du die Ursache kennst, kannst du deinem Hund so helfen, dass er immer weniger Gründe für sein Bellen hat. Und dies Alles ganz ohne Einschüchterung, Bestrafung oder Verbieten. Denn hinter jedem Bellen steht ein Bedürfnis.
DARUM BELLE ICH
Und das bedeutet mein Bellen tatsächlich:
SO UNTERSCHIEDLICH BELLT DEIN HUND
Dies war nur eine kleine Auswahl. Deshalb hör genau hin und du wirst erkennen, was dein Hund dir sagen möchte. Denn interessanterweise erkennen selbst Menschen, die kaum oder keine Erfahrung mit Hunden haben, was hinter dem Bellen steckt.
Freuden-/Begrüssungsbellen
Hier sind die Belllaute hoch und folgen schnell aufeinander, oft auch unterbrochen durch ein Fiepen. Meist ist auch sein ganzer Körper in Bewegung: dein Hund dreht sich, hüpft herum und vielleicht auch an dir hoch.
Bellen aus Langeweile, als Aufforderung oder um auf etwas aufmerksam zu machen
Dieser Hund bellt 3 oder 4 Mal. Danach gibt es eine kurze Pause bevor er wieder bellt. Dabei schaut er dich intensiv an, wendet aber dazwischen den Kopf immer wieder dorthin, wohin er deine Aufmerksamkeit lenken möchte. Oft wird dies auch zum erlernten Bellen, weil der Hund einige Male Erfolg damit hatte.
Stress-/Frustrationsbellen
Dieses Bellen ist hoch, andauernd und in fast immer gleicher Tonlage. Oft auch mit Heulen/Jaulen vermischt. Macht er mal Pause sieht man deutlich, wie er lauscht und auf eine Reaktion wartet. Dabei zeigt der Hund oft auch stereotypes Verhalten.
Aber auch Überforderung oder hohe Erregung kann zu dieser Form des Bellens führen.
Bellen beim Alleinebleiben
Meist beginnt dieses Verhalten mit Winseln und Rufen, bevor es dann vielleicht in Bellen übergeht. Hat der Hund aber bereits gelernt, dass ihm Winseln und Bellen nicht hilft, beginnt er vielleicht gleich mit Bellen. Dieses ähnelt stark dem Frust-/Stressbellen.
Angstbellen
Dieses ist meist sehr hoch und schrill. Nähert sich die vermeintliche Gefahr weiter, kann es in hysterisches helles Bellen und Schreien übergehen. Der Körper zeigt dabei deutliche Angstsignale: er ist abgeduckt und nach hinten gerichtet. Es können aber auch kurze Scheinattacken gezeigt werden, bei denen der Hund aber gleich wieder zurück weicht.
Warnbellen
Dieses fängt meist mit einigen Wuffern an, bevor dein Hund dann tatsächlich bellt und dabei kurze, tiefe Beller ausstösst, die auch durch Knurren unterbrochen sein können. Sein Körper ist dabei angespannt und ist ebenso wie sein Blick in Richtung der „Bedrohung“ gerichtet. Auch hier gibt es Bellpausen, in denen dich dein Hund vielleicht auch anschaut.
Angriffsbellen
Hier wird das kurze, tiefe, meist einmalige Bellen immer stärker von Knurren begleitet und man sieht während des Bellens auch oft Scheinangriffe.
Bellen im Alter
Auch Hunde, die sonst wenig bellen, können im Alter plötzlich damit beginnen. Sie bellen dann meist sehr stereotyp. Manche bellen nur ein- oder zweimal und lauschen dann wieder. Andere bellen durchgängig.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits lassen ihre Sinne nach und sie sehen und hören nicht mehr so gut. Durch ihr Bellen nehmen sie sich wieder besser wahr, können damit aber auch darauf aufmerksam machen, dass sie sich gerade verloren fühlen und nicht wissen wo ihre Menschen sind (das Gleiche gilt übrigens auch für taube Hunde). Es kann aber auch ein Zeichen für eine Altersdemenz oder aber auch Schmerzen sein. Lass deshalb auch deinen Tierarzt oder und evt. Physio/Osteo-Therapeuten mal darauf schauen, damit du nichts verpasst.
Bellen bei Schmerzen
Jault/bellt dein Hund unvermittelt auf und leckt/knabbert er sich danach an einer bestimmten Stelle. dann kann es sein, dass ihm dort etwas weh tut Das gleiche gilt, wenn er bei einer Berührung von dir aufjault oder ein kurzes Bellen zeigt und dabei vielleicht sogar nach dir schnappt. Manche Hunde reagieren bereits so, bevor es zur Berührung kommt, da sie wissen, um diese zu verhindern.
Bleibt es nicht bei einem einmaligen Ereignis, ist auch hier ein Tierarzt- und evt. Physio/Osteo-Besuch angezeigt. Das Gleiche gilt auch, wenn dein Hund immer wieder jammert oder weint.
Bellen bei Erschrecken
Bellt dein Hund auf dem Spaziergang einmal kurz auf und kommt dann gleich zu dir gelaufen, kannst du davon ausgehen, dass er sich gerade weh getan oder erschreckt hat. Es kann aber auch sein, dass er nach dem Erschrecken, das Gefährliche verbellt. Dabei zeigt er aber sehr viele Zeichen der Unsicherheit und sein Bellen ist eher schrill, gleichförmig und schnell hintereinander.
Du siehst, dein Hund bellt nicht grundlos. Vielmehr nutzt er eine Kommunikationsform von der er weiss, dass du sie wahrnimmst. All die feinen Signale, die ebenfalls zu seiner Kommunikation gehören, werden ja leider sehr häufig übersehen.
Dies nicht aus bösem Willen, sondern einfach weil wir Menschen es gewohnt sind, uns auf die verbale Sprache zu verlassen und die Körpersignale meist nur unbewusst wahrnehmen. Das mag mit ein Grund sein, dass Hunde vielmehr Lautsignale als die Wölfe kennen und nutzen.
Finde heraus, weshalb dein Hund bellt und du weisst, wie du ihm (und auch dir) helfen kannst.
© 2020 (2023) Monika Oberli, Teamschule




























Mein wuffel ist mit hohem blutdruck gesegnet. Er hat oft bauchweh und es nervt ihn wenn er still stehen soll oder keine ruhe ecke hat.
Wir wissen, dass er im mittelpunkt der aufmerksamkeit stehen und gefallen will. Doch manchmal ist es einfach zuviel, zu eng, zu doof oder tut weh.
Dann hilft stresspunkte massieren, bindegewebe leicht wallen. Oder einfach verständnis zeigen und lieb haben🧡 und kinder oder rollbretter die von hinten ankrachen gefährden meist alle beteilligten-
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