Das Stressgesicht unserer Hunde

Jeder der mit Hunden zusammen lebt hat das Stressgesicht bestimmt schon gesehen. Denn dieses gehört genauso zur Mimik eines Hundes wie das fröhliche und lachende Gesicht. Manchmal ist es vielleicht nur ganz subtil und kurz zu sehen, während das nächste Mal die Signale klar und deutlich zu erkennen sind.

DARAN ERKENNST DU EIN STRESSGESICHT

  • Die Ohren sind nach hinten gezogen, bei sehr starkem Stress sind sie gar ganz angelegt
  • Die Stirn ist entweder ganz glatt oder in Falten gelegt
  • Die Maulwinkel sind meist weit zurückgezogen und mit Falten am Ende
  • Die Wangenmuskeln sind angespannt und die Wangen zum Teil eingezogen oder aufgeplustert
  • Die Zunge ist häufig löffelförmig gebogen
  • Die Augen sind mandelförmig oder weit aufgerissen
  • Die Pupillen oft unnatürlich gross
  • Manchmal ist auch Weiss im Auge zu sehen
  • Die Muskelanspannung ist gut an den angehobenen Augenbrauen und den Augenringen zu erkennen
  • Weitere Stressmerkmale sind rote Augen, Augenschmalz ohne Bindehautentzündung


All diese Signale kann der Hund nicht bewusst steuern.

Mandelförmige Augen
Falten in den Maukwinkeln
Ohren nach hinten/oben gezogen
Grosse Augen und Pupillen
Angespannte Augenparty (Augenringe/-brauen)
Ohren nach hinten/unten gezogen
Grosse Augen und Pupillen
Angespannte Augenparty
Falten in den Maulwinkeln
Zunge angespannt, Ränder nach oben

Natürlich zeigt nicht jeder Hund immer all diese Stressmerkmale und auch nicht in der gleichen Intensität. Aber allen gemeinsam ist, dass immer die gleichen Muskelgruppen betroffen sind. Mal mehr mal weniger stark ausgeprägt.

DIE VIELEN FACETTEN DES STRESSGESICHTS

Im folgenden Video zeige ich dir die reichhaltige Palette an Stressgesichtern. Dazu habe ich jeweils einige Stress-/Konfliktmerkmale notiert. Du kannst das Video gerne an diesen Stellen stoppen, um sie mit deiner Wahrnehmung abzugleichen.


UND WAS IST MIT DEINEM HUND?

Welche dieser Stresssignale kennst du von deinem Hund? Erinnerst du dich auch, in welchen Situationen du sie gesehen hast?

Natürlich ist nicht jede stressige Situation gleich belastend für deinen Hund. Manchmal hat er vielleicht einfach nur heiss, Hunger oder Durst. Oder er macht sich gerade Sorgen, ob du den Ball auch wirklich wirfst.

Und es ist auch nicht tragisch, wenn dein Hund im Alltag kurz ein Stressgesicht zeigt. Wenn die Stresssignale aber gehäuft auftreten oder länger andauern, dann schau genau hin, was die Ursache dafür sein könnte. Und überlege dir wie du ihn in diesen Momenten unterstützen kannst, damit sie weniger werden.

Und wenn du gar keine Ursache findest, dann denke auch an Schmerzen und Krankheiten. Denn auch diese stressen ein Lebewesen.

Wo diese Signale aber auf keinen Fall zu sehen sein sollten, ist im Training. Egal ob es um Hundesport, Alltagstrainings oder Tricks geht. Hier haben Stress, Konflikte und Frustration nichts zu suchen. Und ohne sie lernt es sich erst noch besser.

Deshalb schau genau hin, welche Signale dein Hund zeigt. Sie erzählen dir, wie es deinem Hund gerade geht.

Natürlich sind dies nicht die einzigen Zeichen, dass sich dein Hund gerade gestresst fühlt. Diese beschreibe ich in einem separaten Dokument.

© 2021 Monika Oberli, Teamschule.ch

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