Sei achtsam auf das Gute

Dein Hund zeigt so viel mehr davon, als du denkst!

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Neue Kunden schauen mich oft ganz erstaunt an, wenn ich Ihnen sage, dass sie ihren Hund für ein Verhalten loben sollen, obwohl es doch noch gar nicht das Zielverhalten ist.

Denn bis anhin haben sie darauf gewartet, dass er zu bellen aufhört, bevor sie ihn belohnen. Dabei gab es schon so viele Momente in denen der Hund für einen Moment still war – und wenn es nur zum Luftholen war. Aber sobald sie erleben, wie viel schneller ihr Hund mit dem Bellen aufhört, wenn sie zu Beginn des Trainings auch diese kleinen Momente belohnen, schlägt ihr Staunen in Begeisterung um. Und es ist wirklich so einfach, denn:

Vor jedem unerwünschten Verhalten, findet sich immer ein erwünschtes. Nimm dieses wahr und bestätige deinen Hund dafür. Und dein Hund wird sich bemühen, dieses immer häufiger zu zeigen.

DEIN HUND ZEIGT VIELE GUTE VERHALTEN

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Nehmen wir zum Beispiel den Hund, der bellt und in die Leine springt, sobald sich ihm ein anderer Hund nähert. Aber bevor er dies tut, hat er vielleicht

  • Einen Moment innegehalten
  • Einen kleinen Bogen gemacht
  • Alle 4 Pfoten auf dem Boden gehabt
  • Calming Signals gezeigt

Merke: Bestätige (=lobe/markere)  JEDES Verhalten, das GUT ist. So wie du bei einem neuen Trick jeden Schritt in die richtige Richtung verstärkst

Sicher, Vieles dauert vielleicht nur einen Sekundenbruchteil. Aber wenn du aufmerksam hinschaust, wirst du sie sehen und kannst deinen Hund nicht nur dafür belohnen sondern auch gleich ein neues Verhalten beibringen.

Und solltest du zu spät sein, so wird er garantiert irgendwann Luft holen. Belohne diesen kurzen Moment dieses nicht Bellens und ihr habt den ersten Schritt in das „Nicht bellen“ getan.

DEIN HUND LERNT AUCH UNERWÜNSCHTES

Während du darauf wartest, das richtige Verhalten zu belohnen, führt dein Hund das unerwünschte gleichzeitig weiterhin aus:

Du wartest darauf, dass dein Hund nicht mehr bellt, um ihn dafür zu loben. In der Zeit bellt dein Hund aber weiter und hört erst auf als der andere Hund weg ist.

Und weil das Bellen wie hier oft noch selbstbelohnend wirkt, wird er am Ende häufiger für das Bellen als nicht Bellen belohnt.

Und auch das so oft gehörte „NEIN, NEIN, NEIN…“ bringt in dem Moment nichts. Dein Hund wird in der Regel weiterbellen und eventuell sogar denken, du bellst mit.

ÄNDERE DEINEN FOKUS

Je öfters du deinen Hund bei gutem Verhalten erwischt, desto besser werdet ihr beide euch fühlen. Selbst wenn du gar nichts damit verändern möchtest.

Erhält dein Hund aber gerade zu Trainingsbeginn noch ganz viel Lob und die passende Belohnung dazu, wird er diese belohnte Verhalten immer häufiger zeigen und immer seltener auf das Unerwünschte zurückgreifen. Er hat ja auch keinen Grund mehr dafür, denn ein fremder Hund bedeutet ja jetzt, dass es was Gutes von dir gibt.

Durch geeignete Management-Massnahmen sorgst du ausserdem dafür, Situationen zu überbrücken, die ihr noch nicht bewältigen könnt. So kann dein Hund auch nicht die unerwünschte Verhalten lernen.

Und du wirst erleben, wie gut es dir und deinem Hund damit geht.

(c) 2017 TeamSchule – Monika Oberli
(Überarbeitet 2018)

2 Gedanken zu “Sei achtsam auf das Gute

  1. Pingback: Ohne Strafe – geht das? – schneehund

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