Das Spielgesicht

Das Spielgesicht oder genauer die Spielgesichter zeugen für eine freundliche Absicht und laden das Gegenüber zum gemeinsamen Spiel ein.

Auch innerhalb eines Spiels zeigt es, dass alles nicht so ernst gemeint ist, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheint.

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Wie bei anderen Signalen finden sich auch beim Spielgesicht ganz unterschiedliche Facetten. Aber allen gemeinsam ist, die weiche und lockere Gesichtsmimik sowie der oftmals etwas kirre Ausdruck des Hundes.

Charakteristisch für das Spielgesicht ist aber auch der weiche, offene Blick, der ins Leere geht sowie das in der Regel leicht geöffnete Maul mit entspannten Maulwinkeln und abgedeckter oberer Zahnreihe. Der Kopf kann sowohl gerade auf den Spielpartner gerichtet, aber auch leicht abgewandt sein. Die Ohren werden seitlich getragen können im Laufe des Spiels aber auch andere Positionen einnehmen.

Oft sieht man innerhalb eines Spiels auch viel Weiss im Auge, das aber nicht mit dem sogenannten Whale Eye verwechselt werden darf.

Ein weiteres typisches Merkmal ist das weit aufgerissene Maul bei dem alle Zähne zu sehen sind, während die übrige Mimik und die Mundwinkel entspannt bleiben.

Auch bei Kampf- und Rangelspielen ist die Mimik oft übertrieben. Und obwohl es teils heftig aussieht, wird die Beisshemmung grossgeschrieben. Auch fehlen alle Drohsignale wie Nasenrückenrunzeln, fixierender Blick, Steifheit des Körpers sowie jeder Ernstbezug…

Im Spiel um ein Objekt oder in der direkten Interaktion mit einem Spielpartner sieht man auch mal einen kurzen fixierenden Blick und nach vorne gerichtete Ohren. Der Rest der Mimik und des Körpers bleiben jedoch auch hier entspannt.

Auch bei Renn- und Jagspielen sind Mimik und Gesichtszüge weich und alles schlackert aufgrund der Bewegung. Auch zeigen die leicht geöffneten Mäuler, dass es sich immer noch um ein Spiel handelt und der andere nicht wirklich gejagt wird.

Spielerisches Verfolgen bei dem man „lachende“ Gesichter mit weichem, offenem Maul sowie lockeren Bewegungen erkennt.

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SPIELGESICHT ODER STRESSGESICHT

Auf den ersten Blick scheint dieses Foto einen Hund mit einem Spielgesicht zu zeigen. Betrachtet man das Bild jedoch genauer, erkennt man deutlich die Unterschiede (klick dazu auf das Bild).

Deshalb: Schau genau hin und du wirst erkennen, ob sich dein Hund in der Begegnung oder im Spiel tatsächlich wohl fühlt oder ob seine Mimik verrät, dass er überfordert ist.

SPIEL IST ABER NOCH VIEL MEHR

Die Vorderkörpertiefstellung ist aber nicht das einzige Merkmal, das besagt, ob die Hunde spielen oder nicht. Deshalb geht es hier gleich zu den weiteren Artikeln mit den folgenden Themen:

  • Alles rund ums Spiel
  • Die Vorderkörpertiefstellung
  • Signale, dass ein Spiel zu kippen beginnt
  • Spieltypen und -arten
  • Mobbing unter Hunden

Fehlt das Spielgesicht, kannst du davon ausgehen, dass es kein Spiel mehr ist und du die Begegnung oder das gemeinsame Spiel nett beenden solltest!

© 2020 –  Teamschule.ch – Monika Oberli

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