Verhaltensänderung

Heute beschäftigen wir uns mit bereits gut eingeübten Verhalten deines Hundes, welches du durch ein passendes Training verändern möchtest. 

DAS VERHALTENSHAUS

Stell dir ein Haus vor, das aus Parterre, Keller und Dachgeschoss besteht. 

  • Im Keller finden alle unerwünschte Verhalten deines Hundes statt
    .
  • Im Parterre befinden sich alle Verhalten, wie du sie dir von deinem Hund erwünscht
    .
  • Im ersten Stock ist Partystimmung angesagt. Und dein Hund tut alles dafür, um dorthin zu kommen.

Willst du bei deinem Hund eine Verhaltensveränderung erreichen, reicht es nicht, wenn dein Training auf das Normalverhalten abzielt. Vielmehr musst du dafür sorgen, dass dein Hund dank gut gewählten Verstärkern (Belohnungen) in Partystimmung kommt.

BELOHNUNGEN, DASS SICH DIE BALKEN BIEGEN

Nehmen wir an, dass dein Hund bei Hundebegegnungen Verhalten zeigt, die du dem Kellerverhalten zuordnest. Würdest du nun die Belohnung im Training nur so gut wählen dass dein Hund es damit bis ins Parterre schafft, wird er bei jedem Rückschritt – und den wird es zwangsläufig geben – immer wieder im Keller landen.

Setzt du jedoch solche Belohnung ein, dass er in Partylaune den 1. Stock erreicht, fällt er mit einem gut durchdachten Training höchstens bis ins Parterre zurück. Und kommt so auch gar nicht mehr in Versuchung, das alte Verhalten zu üben.

SO GEHT ES WEITER

Sobald dein Hund das Verhalten im ersten Stock zuverlässig zeigt und kaum mehr ins Parterre zurückfällt, kannst du die Belohnungshäufigkeit und -qualität sukzessive reduzieren. Dies mit dem Ziel, ihn langsam ins Parterre zu begleiten. Dadurch werden Hundebegegnungen mit der Zeit ganz normal ablaufen und ihr könnt euch gefahrlos im Parterre, dem Normalverhalten, aufhalten.

Deshalb ist es auch so wichtig, um beim obigen Beispiel zu bleiben, dass du deinen Hund auch dann sehr hochwertig belohnst, wenn ihr auf einen Hund trifft, bei dem er nicht auslösen würde. In diesem Moment kann er sich deutlich schneller auf eine entspannte Begegnung einlassen. Was ihm dann wiederum bei anderen Begegnungen hilft. So dass er viel schneller lernt, wie er Hundebegegnungen besser bewältigen kann.

Hinzu kommt, dass wir gerade zu Beginn oft gar nicht immer wissen, auf welche Hunde er reagieren wird.

DIE BESTE BELOHNUNG FÜR DEINEN HUND

Welche die beste Belohnung für deinen Hund ist, lässt sich nicht allgemein sagen. Denn einerseits hängt dies vom jeweiligen Hund ab, aber auch, was er mit seinem  Verhalten erreichen will. Andererseits aber auch vom Ausbildungsstand und der Situation in der ihr euch gerade befindet.

Hier findest du einige Ideen für Belohnungen und deren möglichen Gewichtung „Die Belohnungshierarchie deines Hundes

Und ganz wichtig, freu dich riesig und vor allem echt über jeden noch so kleinen Erfolg deines Hundes. Denn dies wird ihn so stolz machen, dass er das Verhalten gerne wiederholt.

© 2021 – Teamschule – Monika Oberli

2 Gedanken zu “Verhaltensänderung

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